KAKTUS

Der Kaktus

…bezeichnet eine sukkulente Pflanze aus der Familie der Cactaceae. Sukkulenten (von lateinisch sucus für ‚Saft‘ bzw. suculentus für ‚saftreich‘) sind saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Obwohl Kakteen nur einen sehr kleinen Teil aller existierenden Sukkulenten ausmachen, sind diese die bekanntesten Vertreter der sukkulenten Pflanzen. Der Name Kaktus wurde im 18.Jahrhudert vom griechischen κάκτος über das lateinische cactus entlehnt. (Die Bezeichnung meinte jedoch ursprünglich eine stachelige Pflanze aus Sizilien. Diese kann aber nicht einer Kakteenart entsprechen, da selbige – mit nur einer Ausnahme – ausschließlich auf den amerikanischen Kontinenten vorkommen.)

Kakteen sind ausdauernde Sträucher, seltener Bäume oder Geophyten. Fast alle Arten sind Stammsukkulenten, das heißt die Wasserspeicherung erfolgt im Stamm bzw. den Sprossachsen, die aus diesem Grund stark angeschwollen sind.

Die Sprosse sind zylindrisch oder abgeflacht und tragen häufig gut ausgebildete Rippen oder spiralig arrangierte Warzen. Auf diesen stehen die Areolen (stark reduzierte Kurztriebe) meist gefeldert verteilt oder sonst auf den Erhöhungen der Rippen oder Warzen. Sie sind filzig und tragen Dornen, die umgewandelte Blätter darstellen, sowie häufig auch Wolle oder Borsten.

So vielfältig wie der Artenreichtum zeigen sich auch die Eigenschaften der Kakteengewächse. Diese können sehr unterschiedliche Größen annehmen. Carnegiea gigantea wird bis zu 15 Meter hoch. Der kleinste Kaktus – Blossfeldia liliputana – hingegen bildet flachkugelige Körper von kaum einem Zentimeter Durchmesser. Auch die Wuchsgeschwindigkeiten variieren stark. Einige Cereen erreichen je Spross Zuwächse von mehr als 1 Meter pro Jahr. Bei Aztekium ritteri ist dagegen auch im Verlauf mehrerer Jahre kaum ein Zuwachs erkennbar.

Ebenso verhält es sich mit der Lebensdauer der Kakteen. Langsam wachsende, groß werdende und erst im hohen Alter blühfähige Pflanzen wie Carnegiea und Arten von Ferocactus können bis zu 200 Jahre alt werden. Die Lebensspanne sich schnell entwickelnder und früh blühender Pflanzen ist dagegen deutlich kürzer. So wird die schon im zweiten Lebensjahr blühende und reichlich Samen produzierende Echinopsis mirabilis selten älter als etwa 13 bis 15 Jahre.

Auch die Durchmesser der Blüten variieren von 5 mm bis 30 cm. Meist sind die Blüten jedoch relativ groß und bei kleinwüchsigen Arten oft größer als die Pflanzenkörper.

Das natürliche Vorkommen der Kakteen ist – mit Ausnahme von Rhipsalis baccifera – auf den amerikanischen Kontinent beschränkt. Dort erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet vom südlichen Kanada bis nach Argentinien und Chile. Die größte Dichte an Kakteenvorkommen findet man in den Gebieten um den nördlichen (Mexiko) und südlichen Wendekreis (Argentinien/Bolivien). Dort besiedeln sie die verschiedensten Lebensräume, von Tiefebenen bis zu Hochgebirgen, von tropischen Regenwäldern über Steppen und Halbwüste bis zu Trockenwüsten. Allen Lebensräumen ist gemein, dass das zum Überleben notwendige Wasser nicht ganzjährig, sondern nur saisonal zur Verfügung steht.

(Quellen: Wikipedia, Wiktionary)

 

 

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Posted: Dezember 10, 2017

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